Parkhotel Schloss Schlemmin
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Park-Hotel
Schloss Schlemmin
18320 Schlemmin
Tel. 038225-516-0
Fax 038225-516-100






 

WappenDas Guts-Schloss steht auf den Fundamenten einer Wasserburg aus dem 14. Jahrhundert. Es wurde erbaut zwischen 1846 und 1850 durch den Berliner Architekten und Baumeister Eduard Knoblauch im Auftrage des Gutsherrn Wilhelm Ulrich von Thun (1784 - 1862). Es gilt als bedeutendes Schloss im damals beliebten Tudor-/Neogotik-Stil in Vorpommern. Hauptsächlich heimische Handwerker wurden für die Arbeiten herangezogen. Bei diesen Arbeiten wurde ein Findling von der Feldmark in Langenhanshagen verwendet mit den Ausmaßen von 28 x 23 Fuß, aus dem das Granit-Fundament geschlagen wurde. Die Familie derer von Thun war aus der Schweiz zugewandert und über 700 Jahre in Schlemmin ansässig. Gedenktafel im Park1283 wird ein Heinricus de Thune im Landesfriedensbündnis der wendischen Ostseeländer erwähnt. Am 18. und 19. August 1853 übernachtete hier König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen, vier Jahre später Kronprinz Friedrich Wilhelm, der spätere Kaiser Wilhelm I. mit seiner Gemahlin Viktoria, geb. Princess von Großbritannien. Durch Heirat Emmas von Thun mit Otto Graf Solms-Rödelheim geht das Schloss mit seinen Gütern auf diese Linie über. Aus dieser Ehe stammt Bertha Thekla, die sich 1892 mit Graf Ferdinand zu Stolberg-Wernigerode vermählt. Aus dieser Ehe stammt Graf Günther, 1923 verheiratet mit Emma von Plathen. 1931 wurde deren Tochter Sybille geboren. Nach dem Tod von Günther Graf zu Stolberg-Wernigerode trat eine Erbengemeinschaft, bestehend aus seiner Witwe und ihren drei Kindern, die Nachfolge an. 1936 bekam das Gut einen Verwalter vor die Nase, der mit allen Vollmachten ausgestattet war. Nachdem das Schloss jetzt über mehrere Jahre leer stand, richtete man 1943 hier ein Lazarett ein. Ende 1944 wurden die ersten Flüchtlinge aus dem Osten einquartiert. Aus diesen Jahren stammt auch die Gräberanlage im Schlosspark. Der Grundbesitz der Erbengemeinschaft Stolberg-Wernigerode umfasste 1945 ca. 4.000 ha. Im Mai 1945 besetzte die Rote Armee den Ort. Hier endet die Herrschaft des Adelsgeschlechtes durch Flucht der verbliebenen weiblichen Angehörigen in den Westen. In den Zeiten der jungen DDR diente das Schloss 160 Flüchtlingen aus Ostpreußen, Pommern, Schlesien und dem Sudetenland als Unterkunft. Im Musiksaal wurde eine Konsum-Verkaufsstelle eingerichtet, im Schloss eine Schule. Die LPG "Frieden" hörte am 31. Dezember 1966 in Schlemmin auf zu bestehen und schloss sich mit der LPG in Trinwillershagen mit dem Namen "Rotes Banner" zusammen. Zu dieser Zeit stand das Schloss leer. 1970 wurde es zum Gästehaus dieser LPG, und es fanden sich Mitglieder des Politbüros der SED, Minister und Funktionäre ein. Schulungen und Brigadefeste fanden statt. 1980 wurde auf dem Gelände der ehemaligen Guts-Gärtnerei eine Pflanzenproduktion für Gurken und Tomaten mit Folienzeltbeheizung eingerichtet. Im Verlaufe des Jahres 1990 setzte eine bis dahin unbekannt große Arbeitslosigkeit ein durch die Veränderungen in der Landwirtschaft und Verluste großer Teile der ohnehin spärlichen Industrie. 1991 erlangte die Gemeinde Schlemmin Besitzrechte am Schloss. Eine Unternehmensgruppe aus Berlin bewirtschaftete das Gebäude als Schlosshotel bis 1992, jedoch erfolglos. Das Schloss gelangte in das Eigentum der TLG der Bundesrepublik als Vermögensverwaltung. 1999 kaufte Horst Sander aus Bremen dieses Gebäude und bewahrte es vor dem Verfall. Er ließ in jahrelanger Arbeit von Grund auf sanieren und modernisieren, so dass das Schlosshotel im Park eröffnet und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte.